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DROPS Bow Tie

Vom DROPS Asia Chapter · Aktualisiert

Das Bow-Tie-Modell und herabfallende Gegenstände: der ganzheitliche Ansatz des Risikomanagements

Das Bow-Tie-Modell ist ein zentrales Werkzeug im Risikomanagement und macht den Umgang mit einzelnen Risiken nachvollziehbar. Im industriellen Kontext herabfallender Gegenstände liefert das Modell eine ganzheitliche Sicht auf mögliche Ursachen, vorbeugende Maßnahmen und die daraus entstehenden Folgen.

Der Aufbau des DROPS Bow Tie

Im Kern bildet das Bow-Tie-Modell seinen Namensgeber nach. Der zentrale Knoten steht für das unerwünschte Ereignis oder die Gefährdung – hier ein Ereignis mit herabfallenden Gegenständen. Ursachen oder Bedrohungen, die zu diesem Ereignis führen, stehen auf der linken Seite, während die rechte Seite die möglichen Folgen zeigt. Barrieren oder Kontrollen verbinden diese Elemente und wirken präventiv oder schadensbegrenzend.

Ursachen erkennen

Zu herabfallenden Gegenständen tragen ganz unterschiedliche Faktoren bei. Menschliche Fehler, etwa der unsachgemäße Umgang mit Ausrüstung, stehen weit oben. Auch technische Ausfälle wie Korrosion oder Materialermüdung spielen eine Rolle. Hinzu kommen Umgebungseinflüsse wie starker Wind oder Vibrationen. Jede dieser Ursachen kann das zentrale unerwünschte Ereignis auslösen.

Präventive Barrieren umsetzen

Präventive Barrieren stehen zwischen den Ursachen und dem Ereignis. Diese vorbeugenden Maßnahmen sollen das unerwünschte Ereignis verhindern. Regelmäßige Prüfungen der Ausrüstung, ein angemessenes DROPS Training für die Beschäftigten, die Sicherung gegen Herabfallen von Werkzeugen und festgelegte Arbeitsabläufe für den Umgang mit Ausrüstung bilden diese Barrieren.

Mögliche Folgen bewerten

Ereignisse mit herabfallenden Gegenständen können sehr unterschiedlich ausgehen. Die Folgen reichen von leichten Schäden an der Ausrüstung bis zu schweren Verletzungen oder tödlichen Unfällen. Mittelbar kommen Produktionsausfälle, finanzielle Einbußen oder ein Reputationsschaden für das Unternehmen hinzu.

Folgen durch Barrieren begrenzen

Schadensbegrenzende Barrieren greifen nach dem Ereignis und sollen dessen Auswirkungen verringern. Bei herabfallenden Gegenständen können Sicherheitsnetze oder Schutzabdeckungen die darunter arbeitenden Personen schützen. Verfahren für rote Zonen & No-Go-Zonen halten die Zahl der Personen gering, die einer möglichen Gefährdung ausgesetzt sind. Hinzu kommen Notfallpläne und Erste Hilfe, die eine unmittelbare Versorgung sicherstellen und die Schwere von Verletzungen so gering wie möglich halten sollen.

Warum das Bow-Tie-Modell so viel leistet

Die Stärke des Bow-Tie-Modells liegt in seinem umfassenden Ansatz. Es bildet den gesamten Ablauf von den Ursachen bis zu den Folgen ab und erlaubt es Betrieben, Lücken im Risikomanagement zu erkennen und ihre Maßnahmen gezielt zu verstärken.

Zusammengefasst bietet das Bow-Tie-Modell einen klar strukturierten Rahmen für den Umgang mit den Risiken, die von herabfallenden Gegenständen ausgehen. Wer die Ursachen benennt, präventive Barrieren einrichtet, mögliche Folgen bewertet und schadensbegrenzende Maßnahmen festlegt, erhöht die Sicherheit am Arbeitsplatz. Weil das Modell visuell ist, lassen sich Risiken und Maßnahmen zudem allen Beteiligten klar vermitteln, sodass alle dasselbe Sicherheitsziel verfolgen.