Zum Hauptinhalt springen
Risikobeurteilung für DROPS
Veranstaltungen/Risikobeurteilung für DROPS

Risikobeurteilung für DROPS

Datum & Uhrzeit

Mo. 26 Okt. 3:00PM GMT+8 bis Mo. 26 Okt. 4:00PM GMT+8

Kosten

Mitglied: USD 0.00

Nichtmitglied: USD 35.00

Werkzeuge zur Risikobeurteilung für DROPS: Grundlagen, Wahrscheinlichkeit und praktische Anwendung

Über das Risiko herabfallender Gegenstände wird oft nur anhand der Schwere gesprochen, doch mögliche Folgen ohne Wahrscheinlichkeit ergeben kein Risiko. Viele Organisationen nutzen den DROPS Calculator, um mögliche Schäden abzuschätzen, tun sich dann aber schwer damit, diese Erkenntnis in tägliche Entscheidungen, Prioritäten und überprüfbare Schutzmaßnahmen zu übersetzen.

Dieser Workshop zeigt einen klaren Weg: von der belastbaren Abschätzung der Folgen über die praktische Beurteilung der Wahrscheinlichkeit bis hin zu sicheren, begründbaren Entscheidungen, die die Gefährdung auf der Bohrbühne, auf dem Lagerplatz und in der gesamten Logistik verringern.

Der Workshop beginnt mit einer strukturierten Grundlage zur Abschätzung der Folgen. Die Teilnehmenden lernen, was der DROPS Calculator aussagt – und was nicht. Behandelt werden die nötigen Eingaben (Masse, Höhe, Aufprallfläche), die Auslegung der Schwerebereiche sowie häufige Fehlanwendungen wie vorgetäuschte Genauigkeit, das Übergehen von Oberflächeneinflüssen oder das Auslassen der Nachweisführung.

Von dieser Grundlage aus geht es weiter zur Wahrscheinlichkeit – der üblichen Schwachstelle in DROPS Beurteilungen. Wir stützen sie auf Nachweise aus vergangenen Vorfällen und Beinaheunfällen in Ihrer eigenen Organisation sowie aus vergleichbaren Betrieben anderswo. Außerdem unterscheiden wir klar: (1) die Wahrscheinlichkeit, dass ein Gegenstand herabfällt, und (2) die Wahrscheinlichkeit, dass ein herabfallender Gegenstand jemanden verletzt. Die zweite hängt davon ab, ob Menschen anwesend und in der Fallzone sind, wie lange sie ausgesetzt sind und welche Abschirmung oder Ablenkung vorhanden ist.

Zur Abschätzung der Wahrscheinlichkeit einer Verletzung nutzen wir drei Eingaben: eigene Daten (Zahl der Vorfälle und Beinaheunfälle, entdeckte Mängel, Warnungen bei Zonenübertritt und Annäherung), bezogen auf Expositionsstunden oder Inspektionspunkte; externe Vergleichswerte (Branchenmeldungen, DROPS Foren, IADC, IMCA, andere Betreiber und Lieferanten), gefiltert nach ähnlichen Tätigkeiten, Umgebungen, Ausrüstungen und Schutzmaßnahmen; sowie Hinweise auf die Wirksamkeit von Schutzmaßnahmen aus Audits und Nachinspektionen. Wir zeigen, wie jüngere und schwerere Ereignisse stärker gewichtet werden und wie sich die Nachweise in einfache Wahrscheinlichkeitsbereiche übersetzen lassen. Wir benennen auch die üblichen Fallstricke – unvollständige Meldungen, veraltete Register, verzerrte Auswahl oder Daten aus nicht vergleichbaren Arbeiten – und wie man Annahmen und Unsicherheiten festhält, ohne Entscheidungen zu verzögern.

Anschließend führt die Veranstaltung Folgen und Wahrscheinlichkeit zu einem einzigen, handlungsfähigen Risikobild zusammen. Statt ein vorgefertigtes Raster zu übernehmen, bauen die Teilnehmenden eine Risikomatrix, die zu ihrer Organisation passt: Achsen und Skala festlegen (z. B. 5×5 oder 6×6), Wahrscheinlichkeitsbereiche in klarer Sprache und gestützt auf eigene und externe Nachweise definieren und die Folgenbereiche aus dem DROPS Calculator übertragen. Wir legen Farbschwellen und Eskalationsregeln fest, die zu den Toleranzkriterien des Unternehmens und den Anforderungen der Kunden passen, gleichen den Entwurf der Matrix dann an jüngeren Vorfällen und Beinaheunfällen ab, prüfen auf unbeabsichtigte Fehlanreize und halten die Annahmen fest. Zum Schluss verknüpft der Workshop eine sachliche Risikoeinstufung mit verhältnismäßigen Schutzmaßnahmen. Wir ordnen jedem Bereich der Matrix ein festgelegtes Maßnahmenpaket nach der Rangfolge der Schutzmaßnahmen zu: Beseitigung bzw. Umkonstruktion, technische Barrieren (Sekundärsicherung, Abdeckungen, Netze), organisatorische Maßnahmen (Gefahrenbereiche, Prüflisten) und persönliche Schutzausrüstung

Niedrige Einstufungen führen zu Basismaßnahmen (Routinekontrollen, übliche Sicherung gegen Herabfallen, regelmäßige Verifizierung).

Mittlere Einstufungen ergänzen Barrieren und Nachweise (Sekundärsicherung, bemessene Gefahrenbereiche, Nachweise zu Drehmoment und Inspektion, Freigabe durch die Aufsicht).

Hohe Einstufungen lösen, soweit machbar, Beseitigung oder Umkonstruktion aus; ist das nicht möglich, folgen technische Auffangeinrichtungen, feste Absperrungen, Zutrittsbeschränkungen, ein kürzeres Inspektionsintervall und eine Freigabe durch die Leitung, bevor die Arbeit beginnt. Die Teilnehmenden erhalten eine Vorlage zur Zuordnung von Schutzmaßnahmen, die auf ihre Matrix abgestimmt und sofort einsetzbar ist.

Zielgruppe

DROPS Ansprechpartner, HSE-Fachleute, Vorgesetzte, DROPS Inspektoren und Führungskräfte im Betrieb, die für die Beurteilung und Beherrschung des Risikos von Gegenständen in der Höhe verantwortlich sind. Die Teilnahme an einem einführenden DROPS Kurs vor diesem Workshop wird empfohlen, ist aber nicht erforderlich.

Zertifizierung

Die Teilnehmenden können am Ende des Workshops eine kurze Wissensüberprüfung ablegen. Wer vollständig teilnimmt und besteht, erhält ein Teilnahmezertifikat, das die Kompetenz in der Risikobeurteilung aus Folgen und Wahrscheinlichkeit für DROPS bestätigt.

Preise

Für Mitglieder des DROPS Asia Chapter kostenfrei. Nicht-Mitglieder: 35 USD Kursgebühr. Dieser Workshop gehört zum Grundlagenpfad des kommenden DROPS Focal Point Program, dessen Einführung für 2026 vorgesehen ist.

Dauer des Workshops

ca. 60 Minuten.

Für Risikobeurteilung für DROPS anmelden